Betrüger sprachen vergangene Woche in Jena Kinder an und bettelten um Spenden.

Nach ersten Erkenntnissen haben offenbar ausländische Personen bzw. Personen mit Migrationshintergrund vor Schulen und auch an Haustüren im Stadtgebiet um Spenden gebeten.

Sie gaben vor, kein Deutsch zu sprechen und legten den Schülerinnen und Schülern bzw. Haus-/Wohnungsinhabern Zettel mit der entsprechenden Bitte vor. Nach Aussage eines Vaters, der den Fall der Polizei mitgeteilt hat, spendete ein Freund seines Sohnes 10,- Euro seines Taschengeldes. Dieser Betrag ist insbesondere für Minderjährige nicht unerheblich. Später haben die Kinder den Mann auf dem Rummel an einem Spielautomaten gesehen.

Offenbar nutzen die Betrüger die akute Flüchtlingssituation und die kindliche Gutmütigkeit und Leichtgläubigkeit aus, um Bargeld zu erbeuten.
Wie der Mitteiler betonte, finde er es wichtig zu helfen. Aber hier scheint es sich nicht um Hilfesuchende zu handeln, sondern vielmehr um organisiert vorgehende Betrüger. Wir kennen unterschiedliche Vorgehensweisen der Bettler. Zum einen gibt es eine Gruppe, die vorgibt, auf Grund einer Notlage Geld zu benötigen. Mit meist handgeschriebenen Zetteln in schlechtem Deutsch (Größen von etwa A5 oder A6) bitten sie um Spenden für die Familie oder für Medikamente o.ä. Sie scheuen sich nicht davor, an Wohnungs- oder Haustüren zu klingeln, in Geschäften zu betteln oder vor Schulen Kinder anzusprechen. Andere betteln oft mit Spendenlisten um Geld für „Taubstumme“ oder „Behinderte“. Wir warnen davor, Geld auf der Straße oder an der Haustür zu spenden, wenn insbesondere der Verein bzw. die Institution nicht klar erkennbar ist und die Sammler sie bedrängen.

Wir raten, die Anfrage deutlich abzulehnen. Sollten Sie bedrängt werden, rufen Sie die Polizei. Sagen Sie den Bettlern auch, dass Sie die Polizei rufen. Dann lassen diese üblicher Weise von Ihnen ab. Lassen Sie die Bettler nicht ins Haus. Hier besteht die Gefahr, Opfer eines Trickdiebstahls zu werden. Tragen Sie nichts in Listen ein. Insbesondere keine Telefonnummer, E-Mail-Adressen oder Wohnanschriften. Damit können Sie die Täter ausspähen und möglicher Weise in Ihr Haus einbrechen.

Quelle:  Pressemitteilung Kulturanum Jena

Vielen Dank an Frau Majonek-Fischer für die Information